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Wie lässt sich Nachhaltigkeit prüfen und was ist ein ESG-Fonds?

Wie lässt sich Nachhaltigkeit prüfen?

Überprüfen lässt sich echte Nachhaltigkeit idealerweise über den Investmentprozess. Da lohnt es sich für Anleger, einen Blick in die nachhaltigkeitsbezogenen Offenlegungen zu werfen, die auf der Website der jeweiligen Kapitalverwaltungsgesellschaft dieser Finanzprodukte zu finden sind - auch, wenn diese oftmals etwas sperrig und umfassend wirken. Häufig bieten die Unternehmen aber auch Begleitmaterial in Form von Marketinginformationen an, in dem ebenfalls dargestellt wird, dass der Investmentprozess Nachhaltigkeit auf einer Stufe mit Finanz- und Risikokennzahlen versteht und nicht nur als Beiwerk sieht. Daran wird am Ende ersichtlich, inwiefern Nachhaltigkeit wirklich glaubwürdiger Teil der gesamten Analyse ist. Des Weiteren hilft natürlich auch eine glaubhafte externe Zertifizierung, wie beispielsweise ein FNG-Siegel. 

Was ist ein ESG-Fonds?

Ein ESG-Fonds lässt sich auf unterschiedliche Art und Weisen beschreiben. Vereinfacht ausgedrückt könnte man sagen: ein Publikumsfonds mit Nachhaltigkeitsbezug im Namen, wie beispielsweise „ESG“, „Impact“, „Klima“ oder „Grün“.

Fonds dieser Art unterliegen seit Mai 2025 in Europa gewissen Mindeststandards. Dazu zählen zum Beispiel Branchenausschlüsse oder Ausschlüsse von Unternehmen, die diese Standards nicht erfüllen. 
Allein durch Ausschlüsse wird ein Finanzprodukt allerdings nicht nachhaltiger, sondern auch dadurch, ein positives Element bei der Anlage zu integrieren. Denn letztendlich geht es auch bei nachhaltigen Finanzprodukten um Diversifikation und Renditeoptimierung.

Ein positives Element könnte etwa ein gewisser Nachhaltigkeitsbeitrag sein, wie beispielsweise CO2-freies Wirtschaften oder ein stark positiver Beitrag auf eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Es gibt aber auch Anleger, die dunkelgrünes Investieren eher darüber definieren, wie schnell sich die Unternehmen in ihrem Portfolio transformieren und zu einem nachhaltigen Geschäftsmodell übergehen. All das sind unterschiedliche Ansätze nachhaltigen Investierens, die sich dementsprechend verschieden in den Kriterien oder im Fondsnamen widerspiegeln.

Natürlich kann ein Fonds auch nachhaltig ausgerichtet sein, ohne „ESG“ im Namen tragen zu müssen. Dann aber unterliegt er den Transparenzanforderungen zu den Nachhaltigkeitsindikatoren.