Der Januar 2026 war geprägt von anhaltendem Rückenwind an den Finanzmärkten: Globale Aktienindizes markierten neue Höchststände, getragen von robusten Unternehmensgewinnen und der Erwartung anhaltend günstiger Finanzierungsbedingungen. Parallel dazu setzten auch Edelmetalle ihre Rekordjagd fort, wobei Gold und Silber erneut Allzeithochs erreichten, unterstützt durch Knappheit bei physischen Produkten.
Gleichzeitig gewann der internationale Wettbewerb um kritische Rohstoffe weiter an Dynamik. Die geopolitische Einflussnahme der USA in Venezuela und Grönland unterstreicht die strategische Bedeutung sicherer Lieferketten für Kupfer, seltene Erden und Energie. Zusätzlich sorgte der Übernahmeversuch von Glencore durch Rio Tinto für Aufsehen und verlieh dem Konsolidierungsdruck im Rohstoffsektor neue Nahrung, ein Zeichen dafür, dass große Bergbaukonzerne ihre Position im globalen Wettlauf um Kupfer-Ressourcen stärken wollen.
In Japan rückte die Bank of Japan in den Fokus: Zwar deutete sie eine mögliche Stützung des Yen an, hält jedoch trotz Währungsvolatilität an ihrer lockeren Geldpolitik mit einem Leitzins von 0,75 % fest.
An den Anleihemärkten zeigte sich insgesamt ein stabiles Bild. Zwar blieben die Renditen im Kern weitgehend unverändert, doch stachen vor allem die 30 jährigen Bundesanleihen hervor, die zuletzt den höchsten Stand seit 2011 erreichten, getrieben von einer Kombination aus höherer Emissionsaktivität und anhaltenden Diskussionen über die europäische Fiskalarchitektur. Im Gegensatz dazu handelten Risikospreads erstklassiger Euro Unternehmensanleihen auf historischen Tiefstständen, was das zunehmende Misstrauen institutioneller Anleger in die Schuldentragfähigkeit diverser Staatsanleihen bestätigt.
In diesem Umfeld konnte der Absolute Return Multi Asset Fonds mit einem Wertzuwachs von über 2% einen erfolgreichen Start in das Jahr 2026 verbuchen. Die Nettoaktien-Quote wurde dabei mit 42% relativ stabil gehalten. Die Gewichtung der Rohstoff-ETCs wurde trotz Kurssteigerungen auf unter 15% reduziert. Dagegen wurden taktisch liquide Mittel geschaffen, um in der bevorstehenden Berichtssaison Opportunitäten flexibel ergreifen zu können.
Grundsätzlich lässt sich zu Beginn der Quartalsberichterstattung eine positive Stimmung feststellen. Unternehmen erhöhen vielfach ihre Investitionstätigkeit aufgrund wachsender Nachfrage. Besonders positiv stechen hierbei die koreanischen Unternehmen aus dem Halbleiter-Sektor heraus. Sowohl Samsung als auch SK Hynix berichten Rekordumsätze und über eine Vollauslastung der Lieferkapazitäten für HBM-Chips. Entsprechend können die Preise für bevorstehende Lieferungen um knapp 100% erhöht werden. Darunter leiden die Produzenten von PCs & Smartphones, da diese die Preiserhöhungen nur bedingt an die Konsumenten weitergeben können. Folglich wurde Xiaomi Corp. als einer der führenden Hersteller von Smartphones in China und Indien aus dem Portfolio veräußert.
Microsoft wurde ebenfalls verkauft, da sich trotz eines soliden Umsatzwachstums von 17%, die Zweifel an der Kooperation mit Open.Ai und dem Copilot-Wachstum mehren. Neu im Portfolio aufgenommen wurde dagegen Netflix, nachdem die Aktie des Streaming-Dienstleisters zuletzt deutlich unter der Bieterschlacht um Warner Brothers gelitten hatte. Operativ konnte Netflix mit 325 Millionen Abonnenten über eine Beschleunigung des Wachstums auf organisch 17% berichten.
Das Anleihesegment des Fonds trägt aufgrund seiner Fokussierung auf mittlere Laufzeiten im Januar ebenfalls positiv zur Performance bei. Die Steilheit der Zinskurven bietet hierbei ein gute Chance-Risikostruktur. Mit einer Duration von rund 4 beträgt die laufende Rendite aktuell 3,6% Verzinsung.