Die internationalen Kapitalmärkte standen im März 2026 unter spürbarem Druck. Belastend wirkte insbesondere die Eskalation des Konflikts im Iran, der die geopolitischen Risiken im Nahen Osten deutlich erhöhte. In der Folge zog der Ölpreis massiv an und verstärkte erneut die Sorgen vor einer Wiederbelebung inflationärer Tendenzen, nachdem sich die Teuerungsraten in den vergangenen Quartalen schrittweise normalisiert hatten. Positiv hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die zurückhaltende Rolle Chinas im Nahostkonflikt. Die diplomatisch abwägende Haltung Pekings trug dazu bei, eine weitere Eskalation auf globaler Ebene zu vermeiden und sorgte zumindest partiell für eine Stabilität auf relativer Basis an den asiatischen Finanzmärkten.
Gleichzeitig bestätigte sich im Berichtsmonat erneut, dass klassische Diversifikationseffekte nur eingeschränkt wirkten. Sowohl Anleihen als auch Edelmetalle konnten ihrer traditionellen Rolle als Stabilisatoren in Stressphasen nur bedingt gerecht werden. Vor dem Hintergrund der weiterhin erhöhten Inflationsunsicherheit und der geopolitischen Risiken blieben die Notenbanken in den USA und in Europa abwartend. Sowohl die Federal Reserve als auch die Europäische Zentralbank signalisierten Zurückhaltung bei weiteren Zinsschritten und betonten ihre Datenabhängigkeit, was die Unsicherheit an den Märkten zusätzlich verlängerte.
In diesem Umfeld musste der Absolute Return Multi Asset Fund seine Gewinne des laufenden Jahres abgeben und liegt rund 2,5% unter dem Jahresentstand. In Anbetracht der gestiegenen Unsicherheit wurde das Risiko des Fonds über eine Reduziert der Netto-Aktienquote auf 35% Rechnung getragen. Die Beimischung im Bereich der Edelmetalle beträgt aktuell 13%.
Auf Unternehmensebene überwogen insgesamt die positiven Signale. Die Berichtssaison zum vierten Quartal 2025 konnte mit einem überzeugenden Abschluss aufwarten. Über alle Branchen hinweg wurde ein aggregiertes organisches Umsatzwachstum von rund 21% erzielt, was die weiterhin robuste operative Entwicklung vieler Unternehmen unterstreicht. Besonders konstruktiv zeigte sich die Stimmung im Halbleitersektor. Speicherchip-Hersteller wie SK Hynix und Samsung profitierten von einer anziehenden Nachfrage und verbesserten Preistrends. Der Mitbewerber Micron Technologies sprach von einer andauernden Knappheit der verfügbaren HBM-Chips, die derzeit für längere Laufzeiten der Abnahmeverpflichtungen sorgt.
Auch der Batteriekonzern CATL bekräftigte seine ambitionierten Wachstumsziele und strebt für die kommenden Jahre ein durchschnittliches Umsatzwachstum von rund 30 % pro Jahr an, getragen von der strukturell hohen Nachfrage im Bereich Elektromobilität und Energiespeicherung. Daher zählte CATL zu einer der wenigen Aktien, welche im März einen Anstieg verzeichnen konnte.
Auf der negativen Seite belastete der anhaltende Krieg im Nahen Osten den globalen Tourismussektor. Reiseaktivitäten in und über die betroffene Region gingen spürbar zurück, was sich auch in der Kursentwicklung unserer Engagements Trip.com und MakeMyTrip widerspiegelte. Darüber hinaus zeigte sich der Minensektor schwach. Insbesondere Kupferminen litten unter der historisch bekannten zyklischen Nachfrageschwäche in einem von Unsicherheit geprägten Umfeld. Aufgrund der Probleme das strukturellen Nachfragewachstum von Kupfer und Silber zu decken, gehen wir dagegen zukünftig von einer geringeren Sensitivität der Kupferpreise gegenüber den konjunkturellen Schwankungen aus. Folglich wurde die Korrektur zum Kauf von Hecla Mining genutzt.
Die Kursschwäche eröffnete zudem eine Kaufgelegenheit bei Celsius Holding. Der Anbieter von zuckerfreien und funktionalen Getränken zeigte im vierten Quartal ein organisches Umsatzwachstum von 48%. Insbesondere die Marke Alani Nu konnte zuletzt bei den auf Fitness und Wellness orientierten Kunden überzeugen. Eine Vertiebspartnerschaft mit Pepsi dürfte für mehr Lagenfläche und somit weiterhin ein zweistelliges Wachstum sorgen.
Dagegen wurden ZScaler und ServiceNow zur Refinanzierung herangezogen. Die steigende Leistungsfähigkeit der KI-Modelle dürfte das Nutzerwachstum in vielen Fällen des Software-Sektors begrenzen, sodass die Bewertungen im Allgemeinen leiden dürften.
Die konservative Ausrichtung des Anleihesegments hat sich im März bezahlt grundsätzlich gemacht. Mit einem Fokus auf hohe Bonität und mittlere Laufzeiten konnten absolute Wertverluste im Umfeld der stark steigenden Renditen nicht völlig vermieden werden, jedoch zeigte sich das Anleiheportfolio in diesem Umfeld relativ robust. Wir bleiben zunächst defensiv ausgerichtet, auch wenn die wir die Erwartungen von Zinsanhebungen durch die FED sowie EZB in den kommenden Monaten nicht teilen.
Negative Meldungen aus dem Private-Credit-Bereich sorgten zudem für Verunsicherung, da mögliche Folgewirkungen auf Teile der Finanzbranche nicht ausgeschlossen werden können. Daher bleiben wir gegenüber Investitionen innerhalb des Finanzsektors vorsichtig eingestellt.
Insgesamt blieb das Marktumfeld im März anspruchsvoll und von geopolitischen sowie makroökonomischen Unsicherheiten geprägt. Gleichzeitig bestätigen die Unternehmenszahlen in vielen Zukunftsbranchen den intakten strukturellen Wachstumstrend, der weiterhin eine zentrale Grundlage unserer langfristigen Investmentstrategie darstellt.