Die Rolle der Aktienallokation

Die zentrale Frage bleibt häufig unbeantwortet
Mit der Festlegung einer strategischen Aktienquote ist entschieden, welcher Teil der Zielrenditen aus Aktien erwirtschaftet werden soll. Damit ist zugleich festgelegt, wie viel Marktrisiko das Gesamtportfolio trägt – unabhängig davon, wie eng oder weit ein einzelnes Mandat an seiner Benchmark geführt wird.
Zwei Allokationslogiken – zwei unterschiedliche Arten, Aktienrisiko zu nutzen
1. Aktien als residuale Risikoposition
In einer verbreiteten Allokationslogik werden Aktien in erster Linie als der Teil der Kapitalanlage verstanden, der die verbleibende Risikotragfähigkeit absorbiert, nachdem Verpflichtungen, Liquidität und Stabilitätsanforderungen definiert sind. Defensive Assetklassen strukturieren den Rahmen, Aktien füllen den Rest.
In dieser Logik wird die Aktienquote zwar als Ertragsquelle gesehen, operativ jedoch primär über relative Maßstäbe gesteuert: Benchmarknähe, Tracking-Error-Grenzen und kurzfristige Vergleichbarkeit prägen die Umsetzung. Volatilität wird weniger als notwendiger Bestandteil von Wertschöpfung betrachtet, sondern als etwas, das möglichst begrenzt werden soll.
Das Ergebnis ist eine Aktienallokation, die Marktrisiko trägt, deren Freiheitsgrade zur aktiven Nutzung dieses Risikos jedoch eingeschränkt sind.
2. Aktien als gezielter Renditebaustein
In einer ertragsorientierten Allokationslogik werden Zielrenditen explizit formuliert und anschließend analysiert, welche Anlageklassen diese strukturell tragen können. Aktien werden dabei als primärer Wertschöpfungsbaustein verstanden, während defensive Allokationen Stabilität, Liquidität und Drawdown-Kontrolle übernehmen.
In diesem Rahmen wird Volatilität nicht vermieden, sondern bewusst eingeplant. Sie ist kein Selbstzweck, sondern die unvermeidliche Begleiterscheinung einer Allokation, die darauf ausgelegt ist, über Marktzyklen hinweg reale Mehrerträge zu erzielen.

Über den Autor
Mike Bischler ist Teil des Institutional-Clients-Teams der LAIQON Gruppe und arbeitet mit institutionellen Anlegern sowie Investment Consultants zusammen. Sein Profil verbindet Erfahrung aus Investment Research, Portfoliomanagement und institutioneller Kundenbetreuung. Die aus unterschiedlichen Blickwinkeln gewonnene Erfahrung ermöglicht ihm eine differenzierte Sicht auf Investmentstrategien und den Umgang mit komplexen Anforderungen in der institutionellen Kapitalanlage.
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Stand: Okt. 2025/ Dok.A1
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