Die Wertentwicklung des Fonds verlief im Juni weitgehend seitwärts.
Die Nettoaktienquote des Fonds ist nahezu voll ausgeschöpft und beträgt etwa 90%.
Im Monatsverlauf gingen steigende Erwartungen an mögliche Zinserhöhungen mit schwächeren Ölpreisen einher. Nach dem Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate aus der OPEC könnten weitere Mitglieder folgen und damit die Durchsetzungskraft des Kartells weiter schwächen. Zunehmend wird zudem darüber spekuliert, ob auch Venezuela, das Land mit den größten Ölreserven der Welt, unter dem Druck der USA aus der OPEC austreten könnte.
Ist dies der Anfang vom Ende der OPEC? Aus unserer Sicht besteht zumindest eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass eine Phase deutlich niedrigerer Ölpreise bevorsteht — ganz im Sinne des Mottos „Drill, baby, drill“.
Auch die Preise für Gold, Silber und Kupfer tendierten schwächer. Diese Entwicklung belastete unser Investmentthema Ressourcen.
Die Nachrichtenlage bei unserem aktuell wichtigsten Portfoliobaustein — der Wertschöpfungskette rund um den Ausbau von KI-Infrastruktur — war zuletzt hingegen überwiegend positiv.
Während die wöchentliche Stimmung rund um KI zwischen Angst und Euphorie schwankt, versuchen wir, uns auf die Fakten zu konzentrieren.
Die Knappheit bei Arbeitsspeicher hält weiter an. Nvidia bestätigt inzwischen SK Hynix, Samsung und Micron als drei Lieferanten für die nächste HBM-Generation. Fujikura, der japanische Hersteller von Glasfaserkabeln, musste seine Gewinnprognose nach oben anpassen. Micron lieferte mit einem Umsatzwachstum von rund 350 % Rekordergebnisse. Und HD Hyundai Electric erhielt einen Großauftrag von einem US-Hyperscaler, der etwa einem Viertel des Jahresumsatzes entspricht.
Doch wohin führt diese Entwicklung?
Die Nachfrage nach KI-Dienstleistungen ist zuletzt rasant gestiegen und liegt aktuell bei rund 70 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Bedient wird dieses Geschäft vor allem von den großen drei Anbietern: Anthropic, Gemini und OpenAI. Wir halten es nicht für ausgeschlossen, dass dieser Markt in einigen Jahren auf mehrere Prozent des globalen BIP anwachsen könnte. Das entspräche mehreren Billionen US-Dollar pro Jahr.
Der zentrale Flaschenhals dieser Entwicklung zeichnet sich jedoch bereits heute ab. Mehr als die Hälfte des Investitionswachstums der Hyperscaler in große Rechenzentren ist auf steigende Kosten für Arbeitsspeicher zurückzuführen. Der tatsächliche Ausbau der Kapazitäten verläuft damit langsamer, als es die stark steigenden Capex-Zahlen auf den ersten Blick suggerieren.
Gleichzeitig führen die zunehmende Komplexität der KI-Modelle und der wachsende Anteil von Inference-Anwendungen gegenüber dem Training dazu, dass die Knappheit bei DRAM weiter anhält. Aus unserer Sicht dürfte sich dieser Engpass zwangsläufig über viele Jahre hinausziehen.
Die Nachrichtenlage bei Tesla liest sich weiterhin positiv. Immer mehr Länder erlauben den Einsatz der selbstfahrenden Technologie des US-Herstellers — zunehmend auch in Europa. Wir sehen in diesem Bereich den größten Wert des Unternehmens.
Den Börsengang von SpaceX haben wir hingegen bewusst gemieden. Aus unserer Sicht ist die Erfolgswahrscheinlichkeit zu gering. Zudem erwarten wir in den kommenden Jahren einen erheblichen Kapitalbedarf.
Frank Schwarz war für Unternehmengespräche in New York. Unter anderem sprach er dort mit Axon Enterprise, einem unserer aussichtsreichsten Werte im Softwarebereich. Künstliche Intelligenz eröffnet dem Unternehmen zusätzliche Chancen. Der KI-Agent DraftOne, der von Polizeieinheiten zur automatisierten Erstellung von Einsatzprotokollen genutzt wird, stößt auf starke Nachfrage. Zudem überzeugt Axon durch eine hohe Kundenbindung und ein Umsatzwachstum von über 30 %. Auf Monatssicht gehört die Aktie mit +27% zu den stärksten Performancetreibern.
Die Stimmung beim amerikanischen Konsumenten ist hingegen weniger stabil. US-Restaurantketten leiden unter der schwächeren Kaufkraft. Amerika bleibt nun einmal auf erschwingliche Ölpreise angewiesen.
Auch die Lage bei den Autoabsätzen in China scheint sich bislang nicht zu verbessern. Verbrenner werden dort im Durchschnitt mit Abschlägen von rund 25 % verkauft. Dazu passt auch die Gewinnwarnung von BMW: Die prognostizierte Marge für 2026 sinkt von 6 % auf 1 %. Hauptgrund ist China. Ob sich hier zeitnah eine Besserung abzeichnet, bleibt fraglich.
ASE Technology haben wir neu in das Portfolio aufgenommen. Das taiwanische Unternehmen profitiert von der zunehmenden Komplexität beim Packaging und Testing moderner Chipgenerationen und überzeugt durch dynamisch steigende Umsatz- und Gewinnschätzungen.
Aus dem Konsumbereich investieren wir in Fast Retailing. Das japanische Unternehmen, vor allem bekannt für die Marke Uniqlo, profitiert von seiner internationalen Expansion, insbesondere in den USA und Europa, und überzeugt mit einem Umsatzwachstum von rund 15 %.